Bei Untersuchungen von Tierpräparaten einer Schule in Winterthur wurden gesundheitlich bedenkliche Arsenkonzentrationen gefunden.

Laut der Zeitung „Der Landbnote“ enthielten 90 Prozent der untersuchten Präparaten mehr als 1000 Milligramm Arsen pro Kilogramm. Das übersteigt den Schweizer Grenzwert für Arsen-III-oxid am Arbeitsplatz.

Nun werden die Präparate aus allen Schulhäusern entfernt und von Fachpersonen des Naturmuseum gesichtet. Ziel ist es das  Expositionsrisiko zu minimieren. Seltene Objekte sollen bewahrt und in die Sammlung des Museums aufgenommen werden. Der Rest der kontaminierten Objekte soll vernichtet werden.

Nach einer Studie von Pfeil el al. sind jedoch akute Vergiftungen mit Arsenverbindungen im Zusammenhang mit Tierpräparaten nicht zu erwarten.

Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass nur bei besonders fahrlässigem Umgang, z. B. wenn ein relativ großes Präparat auseinandergenommen und der Staub im Raum aufgewirbelt und intensiv eingeatmet wird, akute Vergiftungen auftreten können.

Chronische Belastungen sind nach Pfeil et al. nur bei Personen zu erwarten, die regelmäßig Hautkontakt mit belasteten Tierpräparaten haben, oder sich regelmäßig und über einen längeren Zeitraum in Räumen aufhalten, in denen eine hohe Staubbelastung vorhanden ist.

Ein exponierter Personenkreis ist demnach in diesem Zusammenhang vielmehr bei den Mitarbeitern der zoologischen und naturkundlichen Sammlungen und Museen zu sehen.

 

Beitragsbild: Zerstörugsfreie Analyse eines naturkundlichen Sammlungsobjektes mit portabler Röntgenfluoreszenzanalyse (Quelle: Boaz Paz).