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 „INSGESAMT EIN HÖCHST INFORMATIVER TAG MIT GROSSEM PRAXISBEZUG UND ZAHLREICHEN NEUEN ERKENNTNISSEN“

DR. TANJA KREUTZER

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Frau DR. TANJA KREUTZER ist junge Kunsthistorikern und wissenschaftliche Volontärin am Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim). Als BERUFSEINSTEIGERIN GIBT sie einen ERFAHRUNGSBERICHT aus dem CFA WORKSHOP „ARBEITEN IN KONTAMINIERTEN BEREICHEN“.

Warum haben Sie sich als junge KUNSTHISTORIKERIN für einen GESPONSORTEN SEMINARPLATZ beworben?

Weder in meinem Studium noch bei meiner Promotion war ich mit restauratorischen und konservatorischen Fragestellungen konfrontiert, weshalb ich bezüglich der Arbeitssicherheit im Umgang mit kontaminierten Materialien noch starke Defizite hatte. Seit ich als Volontärin am Museum arbeite und direkt in Berührung mit dem Sammlungsgut stehe, wurde ich von Seiten meiner Institution zunehmend für dieses Thema sensibilisiert. Daher war ich sehr daran interessiert, die Thematik im Rahmen eines speziell konzipierten Seminars vertieft aufzuarbeiten und mir ein gutes Basiswissen anzueignen.

Welche ERFAHRUNGEN hatten Sie vor der Teilnahme bereits in Punkto ARBEITSSCHUTZ und KONTAMINIERTE OBJEKTE?

Im Umgang mit historischen Objekten lag für mich der Fokus lange Zeit vornehmlich auf dem Objektschutz. Handschuhe habe ich primär getragen, um die Objekte nicht zu beschädigen. Dass die richtige Ausstattung gleichzeitig mich selbst vor einer möglichen Kontamination schützt, dringt erst seit meiner Tätigkeit als Volontärin und verstärkt nach dem Besuch des Seminars „Arbeiten in kontaminierten Bereichen“ in mein Bewusstsein.

Was hat Ihnen an unserem Seminar BESONDERS GUT GEFALLEN?

Für mich bot das Seminar einen hervorragenden Einblick in mögliche Gefährdungen bei der Arbeit mit Sammlungsbeständen, die bei vorangehenden Restaurierungen oder bereits im Herstellungsprozess mit Bioziden belastet wurden.

Durch die Teilnahme am Seminar fühle ich mich im Umgang mit möglicherweise kontaminiertem Sammlungsgut deutlich sicherer und weiß, wie ich mich selbst am besten bei meiner Arbeit schützen kann.

Besonders hilfreich war für mich, dass uns im Seminar die Herstellerangaben auf der Schutzausrüstung sowie deren Handhabung detailliert erklärt wurden und wir verschiedene Artikel ausprobieren konnten. So weiß ich nun genau, worauf ich bei der Wahl von beispielsweise Atemschutzmasken und Handschuhen achten muss.

Insgesamt ein höchst informativer Tag mit großem Praxisbezug und zahlreichen neuen Erkenntnissen, die einen neuen, bewussten Umgang mit den Risiken beim Arbeiten in kontaminierten Bereichen sowie mit kontaminierten Objekten ermöglichen.

Wem würden Sie das Seminar „Arbeiten in kontaminierten Bereichen“ EMPFEHLEN?

Das Seminar richtet sich prinzipiell an alle, die durch ihre Arbeit in Berührung mit möglicherweise kontaminierten Sammlungsobjekten kommen, angefangen bei alten Büchern und Handschriften über Naturalien und Textilien sowie alte Maschinen bis hin zu Gemälden und Artefakten.

Die komplexen medizinischen und chemischen Inhalte werden so verständlich aufbereitet, dass man im Chemieunterricht nicht gut aufgepasst haben muss, um Alles bestens zu verstehen. Außerdem wird intensiv auf arbeitsrechtliche Grundlagen eingegangen und die Teilnehmenden erhalten Praxistipps für organisatorische und technische Schutzmaßnahmen.

Wir wünschen Frau Kreutzer alles Gute für Ihren weiteren Berufsweg.

Die NÄCHSTEN TERMINE für das Seminar sind am 14. März 2019, 4. Juni 2019, 12. September und 28. November 2019. Auch für diese Seminare können sich interessierte Young Professionals für jeweils zwei gesponserte Seminarplätze bewerben.

Bewerbt Euch gleich hier!